Rückblick: Spotlight-Event „Wissenschaftskooperationen mit der VR China – aktuelle Zahlen und Entwicklungen“
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Wie entwickeln sich die wissenschaftlichen Kooperationen zwischen China, Deutschland und anderen internationalen Partnern? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Spotlight-Event mit Dr. Rainer Frietsch vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI am 21. Oktober.
Anhand aktueller Publikationsdaten wurde die wachsende Bedeutung Chinas im globalen Wissenschaftssystem deutlich: Rund ein Drittel des weltweiten Publikationsoutputs stammt mittlerweile aus China. Gleichzeitig zeigen sich Verschiebungen in den internationalen Kooperationsmustern, die ebenfalls auf Internationalisierungsstrategien sowie Entwicklungen in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zurückzuführen sind. Während gemeinsame Publikationen mit den USA insbesondere in den Natur-, Ingenieurwissenschaften und der Medizin zurückgehen, nehmen die Kooperationen mit Deutschland in diesen Bereichen zu.
Diskutiert wurden zudem der zunehmende Publikationsdruck („Publish or perish“), die Bedeutung wissenschaftlicher Zitationen sowie die Herausforderungen einer verantwortungsvollen Zusammenarbeit. Besonders Kooperationen in strategischen Technologiefeldern wie Halbleitern, Künstlicher Intelligenz und Quantenforschung sind schwieriger geworden.
Vor dem Hintergrund des Strebens nach technologischer Unabhängigkeit und wirtschaftlicher Resilienz wurden in der abschließenden Diskussion ebenfalls Themen wie Forschungssicherheit und Exportkontrolle – und was dies für internationale Kooperationen bedeutet – besprochen.