Rückblick: Der China Hub zu Gast in Berlin
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Am 18. Juni 2026 fand im DAAD-WissenschaftsForum in Berlin die WiWiKo-China-Transferveranstaltung unter dem Titel „Kompetenzbasiert und lokal verankert – Wissenschaftskooperationen mit China aktiv gestalten“ statt. Die Veranstaltung bildete den Abschluss Regio-China Initiative und brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Hochschulmanagement und Wissenschaftspolitik zusammen, um über Erfahrungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Zusammenarbeit mit China zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch die Projektleitungen Anna Lisa Ahlers und Sakine Weikert sowie einem Grußwort von Renata Feldmann vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) eröffnete Rainer Frietsch vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) die Veranstaltung mit einer Keynote zum aktuellen Stand der Wissenschaftskooperationen mit der Volksrepublik China. Dabei wurden die Bedeutung Chinas als globaler Wissenschaftsakteur sowie die sich wandelnden Rahmenbedingungen internationaler Forschungskooperationen beleuchtet.
Im ersten Veranstaltungsblock stand die Frage im Mittelpunkt, welche Kompetenzen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern erforderlich sind. Das Projektteam von WiWiKo-China stellte Ergebnisse sowie Erfahrungen zur lokalen Verankerung von Chinakompetenzen vor und diskutierte organisatorische Herausforderungen sowie mögliche Wirkungen entsprechender Kompetenzstrukturen. Ergänzt wurde dieser Austausch durch Einblicke aus weiteren Projekten der Regio-China Initiative, die ihre Erfahrungen und Meilensteine präsentierten.
Am Nachmittag richtete sich der Blick auf die Wahrnehmung Chinas als Wissenschaftsakteur. Ruth Schimanowski, ehemalige Leiterin der DAAD-Außenstelle Peking, gab einen Überblick über aktuelle Entwicklungen der chinesischen Wissenschaftspolitik und -strategie. Anschließend diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Hochschulmanagement und Ministerien in einer Podiumsrunde Chancen und Risiken von Kooperationen mit China. Im Mittelpunkt standen Fragen der strategischen Bewertung internationaler Partnerschaften sowie der Umgang mit einem zunehmend komplexen geopolitischen Umfeld.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Fish-Bowl-Diskussion zur nachhaltigen Gestaltung regionaler Chinakompetenzen. Die Teilnehmenden tauschten sich darüber aus, wie Wissen über China langfristig in Hochschulen und Forschungseinrichtungen verankert werden kann und welche Strukturen erforderlich sind, um Wissenschaftskooperationen auch künftig kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten. Die Diskussion machte deutlich, dass belastbare Netzwerke, institutionelle Expertise und kontinuierlicher Austausch entscheidende Voraussetzungen für erfolgreiche internationale Kooperationen bleiben.
Die Transferveranstaltung bot damit eine Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen unterschiedlichen Akteuren und setzte wichtige Impulse für die zukünftige Gestaltung der Wissenschaftskooperation mit China. Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung lokaler Kompetenzstrukturen, um den Herausforderungen und Chancen internationaler Zusammenarbeit in einem sich wandelnden globalen Umfeld wirksam zu begegnen.
Sie möchten mehr erfahren zur Regio-China Initiative? Hier erhalten Sie einen Einblick in die einzelnen Projekte: Spotlights auf die Regio-China Initiative: Erfahrungswerte und Meilensteine